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Simple Filmszenen, die unglaublich schwierig zu filmen waren

9 Filmszenen, die simpel aussehen, aber unglaublich schwierig zu filmen waren

Liebe zum Detail haben folgende Filmemacher allesamt.
15.03.2026, 05:0115.03.2026, 05:01

Egal, wie mühelos ein fertiger Film fürs Publikum aussieht, die Produktion ist oft anstrengend, chaotisch oder frustrierend. Selbst eine Szene, die auf dem Papier einfach erscheint – wie das Fangen eines Gegenstands –, kann Stunden, wenn nicht sogar Tage dauern, bis sie perfekt ist.

«The Empire Strikes Back»

Für «The Empire Strikes Back» wurde mitten im norwegischen Winter gedreht. Während der Dreharbeiten tobte «einer der schlimmsten Schneestürme seit Jahren», erzählte Mark Hamill. Also mussten sie ihre Pläne umstellen und haben direkt vor dem Hotel gefilmt.

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Bild: giphy

Hamill musste für die Szene lange Zeit verletzt im Schnee liegen, in Kleidung, die nicht für kaltes Wetter gemacht war, während die Crew um ihn herum warm eingepackt war. «Sie schaufelten mir Schnee ins Gesicht und drückten ihn fest, damit er an meinen Wimpern und Augenbrauen hängen blieb», so Hamill.

Mark Hamill and Irvin Kershner in Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück (1980)
Bild: imdb

«Man hielt so lange durch, wie man konnte, und versuchte dann, sich in einem Zelt aufzuwärmen, bis man wieder gebraucht wurde. Es war eine sehr herausfordernde Umgebung», erinnerte sich Hamill.

«RoboCop»

Die Bewegungsfreiheit war im RoboCop-Kostüm ziemlich eingeschränkt, und als der Schauspieler Peter Weller sein Kostüm zum ersten Mal anziehen musste, dauerte es bis zu elf Stunden.

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Bild: orion pictures

Die Dreharbeiten für nur eine sekundenlange Szene, in der RoboCop einen Autoschlüssel zugeworfen bekommt, dauerten einen ganzen Tag. Die Gummihandschuhe, die Peter Weller trug, waren sperrig und hinderten ihn daran, die Schlüssel sauber zu fangen. Der Schauspieler war irgendwann so frustriert, dass er beinahe das Set verlassen hätte.

«The Shining»

Ganze drei Tage lang und an 60 Türen musste Jack Nicholson herumhacken, bis Regisseur Stanley Kubrick zufrieden war.

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Bild: giphy

Ursprünglich benutzten sie eine falsche Tür, merkten aber schnell, dass die Requisite den Fähigkeiten von Jack Nicholson nicht gewachsen war. Dieser ist nämlich ausgebildeter Feuerwehrmann und konnte die Tür ganz leicht zerschlagen. Damit die Szene so furchterregend wie möglich war, durfte es jedoch nicht zu schnell gehen.

«Eyes Wide Shut»

Wenn Tom Cruise wieder einmal von einer Klippe springt, hat er oft nur genau eine Chance, um die Szene in den Kasten zu bekommen.

Tom Cruise in Eyes Wide Shut (1999)
Bild: warner bros.

Das sah bei den Dreharbeiten für «Eyes Wide Shut» anders aus. Regisseur Stanley Kubrick verlangte von Cruise, dass dieser 95 Mal durch eine Tür läuft.

«City Lights»

«City Lights» war mit einer Produktionsdauer von über sechs Monaten das längste Filmprojekt von Charlie Chaplin. Insgesamt arbeitete er über zweieinhalb Jahre daran – er war auch Drehbuchautor, Regisseur und Produzent.

Charles Chaplin and Virginia Cherrill in Lichter der Großstadt (1931)
Bild: united artists

Und als Regisseur war Charlie Chaplin ganz und gar nicht zufrieden mit der Darbietung seines Co-Stars Virginia Cherrill. Er liess die dreiminütige Szene, in der ihre beiden Charaktere aufeinandertreffen, 342 Mal wiederholen.

Hier kannst du dir den Entstehungsprozess der Szene anschauen:

«Psycho»

Janet Leigh durfte für «Psycho» für eine längere Zeit wortwörtlich mit keiner Wimper zucken. Denn nachdem ihr Charakter ermordet worden war, war die Kamera noch lange auf ihr lebloses Gesicht gerichtet. In einem Interview musste Leigh das Gerücht, dass ihr starrer Blick durch die Verwendung eines Standbildes erzielt worden sei, dementieren.

Janet Leigh in Psycho (1960)
Bild: Alfred J. Hitchcock Productions

«Hitchcock wollte, dass ich für diese Szene spezielle Linsen, die mir einen furchterregenden Blick geben sollten, trage. Diese hätten aber meine Augen beschädigen können, deshalb entschieden wir uns dagegen. Also habe ich den Blick gehalten. Es war alles andere als einfach», so Leigh.

«Spider-Man»

Weder CGI noch Stuntdoubles: Tobey Maguire wollte die Szene, in der Spider-Man seine neugewonnenen Kräfte entdeckt und Mary Jane auffängt, selbst hinbekommen.

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Bild: sony

Es war ein mühsamer Prozess und die Dreharbeiten, um diese Szene zu perfektionieren, dauerten ganze 16 Stunden und mussten 156 Mal wiederholt werden.

«Dragon Lord»

Auch kein Stuntdouble benötigte Jackie Chan. Bis er 60 Jahre alt war, führte er alle Stunts in seinen Filmen selbst aus. Egal, wie gefährlich die Stunts waren, wiederholte er sie so oft, bis die Szene perfekt war.

Zu einer Szene in «Dragon Lord» gibt es unterschiedliche Berichte. Je nach Quelle wird davon berichtet, dass Jackie Chan die fast zehnminütige Sequenz zwischen 1000 und 3000 Mal wiederholen liess, bis er zufrieden war. Klar ist jedoch: Die Dreharbeiten für allein diese Szene dauerten ganze 40 Tage.

«The Gold Rush»

Zum Schluss nochmals Charlie Chaplin: In «The Gold Rush» verspeist er einen Schuh. Also nicht wirklich, denn für die Dreharbeiten wurde ein Schuh aus Lakritz geformt.

Allerdings führte Chaplins berüchtigter Perfektionismus dazu, dass er die Szene 63 Mal drehen musste, bevor er die gewünschte Aufnahme im Kasten hatte. Wegen der grossen Mengen an Lakritz, die er konsumiert hatte, musste er danach wegen eines Insulinschocks ins Spital gebracht werden.

(cmu)

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14 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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The Barbarian
15.03.2026 08:40registriert Oktober 2025
Das ist wohl auch der Grund, warum die alten Filme authentisch wirken. Predator 1 wurde noch im.Wald gedreht. Bei den neuen Predator Filmen wird niemand mehr von Mücken gestochen, weder friert oder schwitzt jemand noch. Alles wird in Trainingsanzügen in klimatisierten Räumen vor einem Greenscreen gedreht. Abschliessend bekommen die Schauspielerin per CGI ihr Kostüm und sind in Sekundenschnelle in der Wüste, dann in einem Vulkan oder im einem Raumschiff.
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P4nd4k1n9
15.03.2026 08:34registriert August 2020
Cool! Danke für diesen Aufwacher am Sonntag.
Und dann gibt es legendäre Szenen, bei denen mehrere Stunden eingeplant waren, die aber beim ersten Versuch so gut waren, teils auch mit Impro des Schauspielers, dass der Regisseur begeistert zur nächsten Szene überging.
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